Montag, 28. Dezember 2015

Das dunkle Haus am See von Sarah Smith

Heute gibt es wiedermal ein Buch aus dem Buchvorrat. Das sind nicht immer die neuesten, aber als Anregung zum Lesen dienen ja Rezensionen aller Art.

Quelle: www.lesejury.de
Inhalt: Ein Mord, ein verschwundenes Kind und eine Erbschaft, die niemand antreten darf. Was geschah wirklich im Haus der angesehenen Bostoner Familie Knight? Boston um die Jahrhundertwende: Man erinnert sich noch schaudernd der Tragödie, die sich vor zwanzig Jahren ereignete. Damals wurde der reiche Fabrikant William Knight brutal ermordet, sein achtjähriger Enkel, der Erbe seines immensen Vermögens, verschwand spurlos. Jetzt wird der österreichische Adlige und Wissenschaftler Alexander von Reisden, der zu einer Konferenz nach Boston gereist ist, für den verschollenen Erben gehalten, obwohl er das Gegenteil beteuert. Er muß feststellen, daß er, der bisher keine Erinnerungen an seine Kindheit hatte, vieles über das Bostoner Haus, die Familie und das, was vor zwanzig Jahren geschah, weiß.

Meinung: Dieses Buch ist ganz anders als herkömmliche Krimis oder geheimnisvolle Familiengeschichten. Es gibt einen blutigen Hintergrund, ein Kind verschwindet und taucht möglicherweise als Erwachsener auf einem anderen Kontinent wieder auf. Doch das ist nicht alles. Erschwerend sind die Umstände: Die Geschichte spielt um das Jahr 1900, was heutzutage manche Handlungen nicht nachvollziehbar macht. Aber damals waren eben noch viele Dinge anders, vor allem was die Frauen sowie Beziehungen betraf. Die Hauptfigur, Alexander von Reisden, erfährt durch eine zufällige Begegnung und das Nachhaken bei einem Freund, dass er einem Buben ähnlich sehe, der vor zwei Jahrzehnten in Amerika verschwand. Seine Neugier und sein Beruf als Wissenschafter lassen ihn dorthin fahren und gemeinsam mit den Vermögensverwaltern der Familie mischt er sich in deren Alltag ein. Er will einfach nur herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, doch Teile der Familie sehen in ihm den heimgekehrten Jungen.
Die Autorin unterstützt die schwrierigen Umstände der damaligen Zeit und die mühsame Aufklärung des Verbrechens mit ihrer Art zu schreiben und macht die Abläufe und die Taten der Protagonisten somit realistischer. Auch wenn dies bedeutet, dass es für uns Leser heute manchmal schwieriger zu verstehen ist, hat sie dennoch gut recherchiert und viel Arbeit hineingesteckt, was man beim Lesen durchaus merkt. Ein paar Stellen sind etwas in die Länge gezogen und leider wird zu Ende nur ein Teil der Wirrungen aufgelöst, das bringt einen Stern Abzug. Aber das kann auch einfach so gelöst sein, weil die ganze Wahrheit für die Beteiligten zu viel gewesen wäre, die Menschen von damals wäre vielleicht wirklich mit dem Ende, wie es sich jetzt darstellt, zufrieden gewesen. Außerdem endet die Liebesgeschichte auch so, wie es sich die meisten wohl wünschen (also fast zu gut für die damalige Zeit) - was will man mehr?

Sonntag, 27. Dezember 2015

Bis du tot bist von Becky Masterman

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.lesejury.de gefunden habe.
Sterne: 4/5

Quelle: www.lesejury.de
Inhalt: Unter der Sonne Arizonas erhitzt der rätselhafte Tod eines Teenagers die Gemüter. Brigid Quinn, FBI-Agentin a.D., glaubt nicht an einen Unfall. Während sie immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird, leidet sie selbst plötzlich unter rätselhaften Symptomen. Dazu kommt die Sorge um ihre Nichte Gemma, deren morbides Interesse am Tod ungesunde Züge trägt. Als eine weitere Leiche gefunden wird, keimt in Brigid ein schrecklicher Verdacht …

Meinung: Der Prolog beginnt sehr unappetitlich, da könnte dem Leser leicht schlecht werden. Die folgenden Kapitel sind bis auf einen Todesfall eher ereignislos. Hier gibt es immer wieder Andeutungen und Erläuterungen zum Prolog. Gerade so viel, dass man beginnt, herumzurätseln. Man kennt sich nicht wirklich gut aus, kann aber vereinzelt Verbindungen herstellen.
Später assoziiert man dann auch die Ich-Erzählerin mit der Hauptperson, der ehemaligen FBI-Agentin. Bis zum Ende der Leseprobe kennt man sich als Leser noch nicht wirklich aus, weiß aber dank des Klappentextes, dass noch so einiges passieren wird. Ohne diesen fände ich es schwer, weiterlesen zu wollen. Mit den Zusatzinformationen ist man aber neugierig genug, um es weiter zu versuchen und zu hoffen, dass es weniger verwirrend wird.
Der Prolog birgt leider die Gefahr, dass Leute schon durch diesen zu lesen aufhören und fürchten, dass der Rest auch so weitergeht.
Das Cover passt gut, vor allem weil das des ersten Buches der Serie auch so aussieht. Auch dass es schlicht ist, passt gut zum Buch - bietet auch einen Kontrast zum Prolog.

Verlag: Bastei Lübbe
Kategorie: Thriller
Preis DE: 9,99
413 Seiten
ISBN: 978-3-404-17312-9
Ersterscheinung: 10.12.2015

Samstag, 26. Dezember 2015

Mistelzweigtanz von Katharina E. Volk

Dieses eBook habe ich hier schon kurz vorgestellt und auf lovelybooks.de gewonnen.

Quelle: lovelybooks.de
"Mistelzweigtanz" ist eine perfekt auf die Jahreszeit abgestimmte, kurze Geschichte mit einer Mischung aus Drama, Herzschmerz, Familienroman und Lovestory. Das Leben in der Kleinstadt wirkt sehr authentisch beschrieben, bei den jeweiligen Gefühlen hätte man noch mehr in die Tiefe gehen können, aber vielleicht war das auch Absicht, um die Geschichte nicht zu schnulzig werden zu lassen. So, wie es ist, wirkt die Tatsache, dass Nina sich so schnell wieder mit einem Mann einlässt (wo sie ihrer Tante noch das Gegenteil erzählt), ein bisschen unwahrscheinlich. Dass es schnell gehen muss, liegt vielleicht auch daran, dass der ganze Roman ja eher kurz gehalten ist. Mehr Länge hätte man zzum Beispiel durch Einfügen der Rezepte, die ihre Tante kocht, erhalten. Da ohnehin immer wieder erwähnt wird, wie sie essen und was sie essen, wäre noch ein bisschen mehr kulinarischer Touch nicht negativ aufgefallen. Am Schluss war es mir auch ein wenig zu schnell zu Ende. Was macht sie denn nach dem Kuss? Tanzen sie noch? Was ist dann mit Friedrich und Elvira? Irgendwie ist das Ende doch auch erst ein Beginn - was ja nach einer Folgegeschichte schreit und vielleicht deshalb so beabsichtigt war.
Warum der Titel so gewählt wurde, wird auch erst gegen Ende klar. Irgendwie hatte ich schon früher darüber gegrübelt, fand aber keinen Hinweis. Das Cover ist gut gewählt, gibt einen HInweis auf die Lovestory und unterstreicht die Jahreszeit. Mir gefällt, dass es einfach niedlich gehalten ist. Liebesromane müssen ja nicht immer mit kitschigem Blumencover daherkommen!

Verlag: dot.books

Kategorie: Frauenroman
Preis DE 1.99 € (amazon Kindle)
Seiten: 72
ISBN: 978-395-824-424-5
Erscheinungsdatum: 28.10.2015

Freitag, 25. Dezember 2015

Der Duft der Träume von Care Santos

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.lesejury.de gefunden habe.
Sterne: 5/5

Quelle: www.lesejury.de
Inhalt: Sara, Inhaberin einer Confiserie mit langer Familientradition, ist in ganz Barcelona bekannt für ihre süßen Kreationen. Für Aurora, Dienstmädchen im 19. Jahrhundert, ist Schokolade ein unbezahlbarer Luxus. Und Mariana versucht im 18. Jahrhundert die Schokoladenproduktion ihres verstorbenen Mannes fortzuführen. Was die drei Frauen verbindet? Ihr Wohnort Barcelona. Ihre Liebe zur Schokolade. Und ein Krug aus feinstem weißen Porzellan, der über die Jahrhunderte von Hand zu Hand gewandert ist.

Meinung:  Im Klappentext erfährt man etwas über Personen, die in der Leseprobe gar nicht vorkommen. Das erhöht zusätzlich die Spannung und die Lust, weiterzulesen, das Buch zu kaufen.
Die ersten Kapitel handeln ausschließlich von Sara, ihrem Mann Max, ihren Kindern und Oriol, einem berühmten Chocolatier und Jugendfreund der beiden. Man lernt das aktuelle Leben der Eheleute und ihre geheimen Gedanken dazu kennen, erfährt, wie sie sich kennenlernten und dass dort auch Oriol dabei war. Der Prolog berichtet von einem Abendessen, bei dem anscheinend etwas schief lief und eine Kanne zerbrach. Nach einer persönlichen Rückblende von Sara an den Tag, an dem sich alle drei in einem Kurs für Chocolatiers kennenlernten, wird klar, dass Oriol für Sara nicht einfach nur ein Freund war. Oder ist?
Er kündigt sich bei Max zum Abendessen an und Sara bereitet alles vor, will aber nicht dabei sein. Sie schleicht sich in eine leere Wohnung ins Nachbarhaus und beobachtet die beiden Männer auf ihrer eigenen Terrasse.
Die Dramaturgie könnte nicht besser sein - was ist denn nun bei dem Essen passiert? Wird Sara noch dazukommen? Genau zu Ende der Leseprobe liegt eine knisternde Spannung in der Luft, der sich niemand entziehen kann.

Verlag: Bastei Lübbe
Kategorie: Frauenromane
Preis DE: 9,99
478 Seiten
ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17288-7
Ersterscheinung: 12.11.2015

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Bücherzuwachs #4 und Wünsche

So, kurz vor Weihnachten wurde mein Regal noch ein bisschen voller. Einerseits musste ich zu einem Geschenkbuch noch andere dazubestellen, damit es nicht alleine reisen muss und andererseits bekam ich von www.buchauhof.com für meine Rezensionen einen Onlinegutschein, den ich einlösen wollte, musste, durfte :-)

Eingezogen sind:

Der verschwundene Gast von Friedrich Ani

Quelle: www.anazon.de
Richard Leimer ist eines Tages nicht mehr aufzufinden. Vor Jahren ist er mit seinem Geschäft pleite gegangen und seine Ehe gleicht einem Trümmerfeld. Seine Frau, die ihn als vermisst meldet, verdächtigt ihn, eine Menge Schwarzgeld beiseite geschafft zu haben. Wollte da ein Mann einfach nur abtauchen aus seinem alten Leben? Oder wollte ihn jemand verschwinden lassen? Friedrich Ani lässt den großen Schweiger unter den Kommissaren in der deutschsprachigen Kriminalliteratur, Tabor Süden, hier noch einmal auf Spurensuche gehen.










Argus von Jilliane Hoffman

Quelle: www.amazon.de
«No risk, no fun», denkt Gabriella und begleitet den gutaussehenden Reid nach Hause. Zu spät sieht sie die Kamera, zu spät bemerkt sie, dass sie nicht allein sind: Augen sehen sie sterben. Viele Augen …
Einige Jahre später erschüttert eine Serie von bestialischen Frauenmorden Miami. Ein Club einflussreicher Männer soll dahinterstecken. Nur einer kennt ihre Namen: William Bantling, vor zehn Jahren für die Cupido-Morde verurteilt und noch immer im Todestrakt des Florida State Prison. Er ist bereit, mit Staatsanwältin Daria zu reden. Aber ist sie bereit, seinen Preis zu bezahlen?
Der dritte Band der großen Cupido-Trilogie.







Kalt wie Nordlicht von Bernhard Stäber

Quelle: www.anazon.de
Die alte Akka, die der Psychologe Arne Eriksen in Nordnorwegen kennengelernt hat, ist tot. Zusammen mit seinen Freunden, der Kommissarin Kari Bergland und dem Journalisten Frode Bakklund, reist Arne an den Polarkreis, wo eine Gedenkfeier für die alte Samifrau stattfinden soll. Es ist kurz vor Weihnachten, die Zeit der längsten Dunkelheit. Ein massiver Schneesturm schneidet Akkas Hof von der Außenwelt ab, und die Gruppe aus Angehörigen und Freunden der Toten wird von einem Mörder heimgesucht. In der Kälte des Nordens auf sich allein gestellt, muss Arne in die Mythen der Sami eintauchen, um den Täter zu fassen.

Zog für eine Leserunde auf www.leserunden.de ein






Racheherbst von Andreas Gruber

Quelle: www.amazon.de
Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...






Killerjagd von Christine Drews

Quelle: www.amazon.de
Rachel Hyatt ist eine der besten Profiler bei Scotland Yard. Als sie zum Schauplatz eines besonders brutalen Mordes gerufen wird, weiß sie daher sofort: Hier war ein Profi am Werk - aber einer, der persönliche Gründe für seine Tat hat. Zumal sein Opfer nicht irgendwer ist, Sir Ian war ein wichtiges Mitglied des britischen Geheimdienstes. Noch ahnt Rachel nicht, dass sie soeben den Weg des gefährlichsten Killer Englands gekreuzt hat. Und sie sehr bald von der Jägerin zur Gejagten werden wird.

Davon wird es bald noch einen Leseeindruck geben.









Zum Schluss wünsche ich noch allen, die dies lesen ein schönes Weihnachtsfest und möglichst erholsame Tage im Anschluss!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

EINS von Sarah Crossan

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Ebook hatte, die ich auf www.vorablesen.de gefunden habe.
Sterne: 4/5

Quelle: www.vorablesen.de
Inhalt: Tippi und Grace sind Zwillinge, Schwestern, die enger miteinander verbunden sind, als andere Geschwister. Sie sind an der Hüfte zusammengewachsen und teilen sich einige innere Organe.
Doch nicht nur körperlich sind sie eine Einheit – sie sind Seelenverwandte und ihre Herzen schlagen buchstäblich füreinander.
Eine bewegende Geschichte, die aufzeigt, was es bedeutet, ein Individuum zu sein, und noch wichtiger, was es heißt, einen anderen Menschen zu lieben.

Meinung: Die beiden Zwillinge sind anders, die Schreibweise und der Aufbau des Buches sind es auch. Wahrscheinlich war es Absicht, der Autorin, um eben diesen Gedankenstrang herzustellen. Dennoch habe ich überlegt und mir fiel auch keine Möglichkeit ein, die Geschichte viel anders zu schildern. Das Thema ist dann doch zu sensibel und besonders, um einfach lange Texte und Kapitel aus einer unbeteiligten dritten Person zu erzählen. So sind es erfrischende, kurze Abschnitte mit Sätzen, die so unmittelbar aus dem Leben abgetippt wirken, dass man die Mädchen fast vor sich sitzen sieht. Die Anordnung des Textes wirkt wie ein Gedichtband und obwohl die Ausdrucksweise manchmal lyrisch wirkt, ist es der gesamte Text nicht. Der Personalstil passt gut dazu, auch wenn es nötig ist, ab und zu die andere Schwester reden zu lassen. Ich stelle es mir schwierig vor, die Gefühle und Gedanken, die in diesem Buch transportiert werden, zu recherchieren. Das kann normalerweise schon schwierig sein, aber hier ist besonders wichtig, dass nichts erfunden wird, denke ich. Ohne Gespräche mit anderen siamesischen Zwillingen kann man Figuren wie Tippi und Grace ja eher schwer erfinden. Dennoch erzählt die Autorin so feinfühlig und authentisch aus dem Innenleben und Alltag der beiden, dass man sich fragt, ob sie selbst eine Zwillingsschwester nah bei sich hat.

Verlag: mixtvision
Kategorie: Literatur
Preis DE 16.90 €
Seiten: 424
ISBN: 978-3-95854-057-6
Erscheinungsdatum: 27.01.2016 
Ich habe dieses Buch heute gewonnen, also werdet ihr im Jänner noch eine Rezension dazu lesen! 
Außerdem gewonnen: Blume des Bösen von Gerd-Rainer Prothmann für eine Leserunde.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Die Schneelöwin von Camilla Läckberg

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.vorablesen.de gefunden habe.
Sterne: 5/5

Quelle: www.vorablesen.de
Inhalt: Ein junges Mädchen läuft schwerverletzt auf die Landstraße. Sie wird von einem Auto erfasst und stirbt wenig später im Krankenhaus. Ihr Körper zeigt Zeichen schwerster Misshandlungen. Weitere Mädchen werden vermisst.
Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissar Patrik Hedström seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, um Hilfe. Für ihr nächstes Buch interviewt sie im Gefängnis regelmäßig eine Frau, die 1975 ihren Mann tötete, einen ehemaligen Löwenbändiger, der mit einem Zirkus nach Fjällbacka gekommen war. Ihr Mordmotiv: Er hatte die gemeinsame, ungewöhnlich wilde Tochter im Keller angekettet, weil er ihrer nicht Herr wurde. Patrik erhofft sich Hinweise auf die Psyche von Menschen, die in der Lage sind, Kindern so etwas anzutun. Doch je länger Erica mit der Verurteilten spricht, um so deutlicher wird, dass die Dinge damals anders gewesen sein müssen. Erica verfolgt der Gedanke, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben.

Meinung: Behutsam führt Camilla Läckberg zahlreiche Personen in die Handlung ein, von einer Autorin und den Polizisten, die man schon aus vorhergehenden Büchern kennt, bis zu zwei Familien, die noch eine große Rolle spielen werden: die einen vermissten monatelang ihre Tochter und die anderen betreiben eine Reitschule. Die Frau findet auf einem Ausritt das vermisste Mädchen, das vor ihren Augen angefahren wird.
In der Leseprobe gibt es viele Schauplatzwechsel, viele Geschichten werden begonnen und man hat das Gefühl, dass alle miteinander zu tun haben (werden). Was hat es mit dem Verschwinden des Mädchens auf sich? Warum wurde ihr wehgetan? Und welche Geschichte verbirgt die Frau, die im Gefängnis von der Autorin befragt wird? Warum redet sie nicht?
Zahlreiche Fragen, die einem das Gefühl vermitteln, sofort weiterlesen zu wollen, doch da war die Leseprobe schon aus. Ein Muss für jeden Krimifan!

Verlag: List
Kategorie: Krimi
Preis DE 19.99 €
Seiten: 448
ISBN: 978-3-471-35106-2
Erscheinungsdatum: 02.01.2016

Identität unbekannt von Anna Martens

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Ebook hatte, die ich auf www.vorablesen.de gefunden habe.
Sterne: 4/5

Quelle: www.vorablesen.de
Inhalt: Die Leiche eines kleinen Mädchens wird in einem Weiher in einem Münchener Vorort gefunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, denn niemand scheint die Tote zu vermissen.
Auch die smarte Kriminalreporterin Claudia Brandes versucht die Identität des Kindes zu ermitteln. Sie ist davon überzeugt, dass der Mörder in der Nähe des Tatorts zu finden ist. Bei ihrer Suche gerät die Journalistin in ein Netz von Lügen, falscher Nächstenliebe und Gewalt. Und wird dabei mit ihrer eigenen Geschichte konfrontiert ...

Meinung: Das Cover und der Titel des Buches haben mich natürlich sofort angesprochen. Auch die Geschichte, die sich in der Leseprobe entfaltet, ist eine die Krimifans sehr viel Freude machen kann, trotz der traurigen Tatsache: Ein Kind wird ermordet und Stunden später von einem Spaziergänger gefunden. Niemand scheit sie zu vermissen, dabei war das Mädchen doch erst im Volksschulalter. Wer ist sie?
Die Reporterin, die die hier auch gleich halb zur Ermittlerin wird, lässt den Leser sehr gut fühlen, was einem selbst bei ähnlichen Tatorten wohl schon in den Kopf gekommen ist. Zudem gibt es da offensichtlich auch einen persönlichen Bezug ihrerseits. Das und die fast komplizierte Beziehung zum Polizeiermittler Drews machen das Buch noch zusätzlich spannend, zumal man ja wissen will, wer denn nun der Mörder ist.
Eine sicher sehr spannende und trotzdem unterhaltsame Mordgeschichte, die durch das Setting am in und Rande von München auch noch Lokalkolorit aufweisen kann.

Verlag: Midnight
Kategorie: Thriller
E-book Format: ePub,Mobi
Preis DE 3.99 €
Seiten: 352
ISBN: 978-3-95819-058-0
Erscheinungsdatum: 30.11.2015

Freitag, 18. Dezember 2015

Bücherzuwachs #3

So.. der Stapel wird auch nicht kleiner, sondern größer. Mal gekauft, mal gewonnen und hoffentlich sind alles gute Bücher! Aufgrund der Menge werde ich nicht alle ausführlich vorstellen, bei Fragen zu bestimmten Titeln einfach kommentieren :)


Beim Buchcasino gewonnen habe ich Zone 5 von Markus Stromiedel:

Quelle: amazon.de
Um 2060 ist Deutschland in Zonen aufgeteilt. Auch Köln ist eine geteilte Stadt, abhängig von einem indischen Pharmamulti, geschieden in streng voneinander abgeschottete Bezirke. Die Reichen leben in luxuriösen Bereichen im Stadtzentrum, während jenseits der Grenzmauern die Armen in den Slums um ihr Überleben kämpfen. Alex, eine junge Frau aus der Zone 4, begehrt gegen das System auf. Ihre lebensbedrohlich erkrankte Zwillingsschwester braucht ein Medikament, das es nur in der ersten Zone gibt. Der Versuch, dort dieses Medikament zu beschaffen, wird Alex zum Verhängnis. Sie wird gefasst – auf unerlaubten Grenzübertritt steht die Todesstrafe. David, ein junger privilegierter Anwalt der Zone 1, übernimmt ihre Verteidigung und setzt eine Eskalation in Gang, mit der niemand gerechnet hat …





Außerdem aktuell gewonnen: das ebook Mistelzweigtanz von Katharina E. Volk, das zu einer Leserunde auf lovelybooks gehört

Quelle: amazon.de
Für Nina droht das Weihnachtsfest dieses Jahr zur Katastrophe zu werden: Ihr Freund verlässt sie wegen einer schlankeren Frau – und gibt dieser auch noch Ninas Job! Verzweifelt sucht sie Zuflucht bei ihrer Tante Elvira, die schon völlig im Weihnachtsjubel und -trubel steckt. Wie jedes Jahr dreht sich bei Elvira alles um die Frage: Wird sie zum legendären Mistelzweigtanz eingeladen – und von wem? Nina hat für diese Tradition ja so gar nichts übrig. Mit dem gut aussehenden Bildhauer Henning allerdings würde sie ein Tänzchen wagen …  











Ansonsten eingezogen sind nach Online-Buchraubzügen:

Denn sie betrügt man nicht von Elizabeth George
So soll er sterben von Ian Rankin
Die Treppe zum Meer von Martha Grimes
Das dreizehnte Dorf von Romain Sardou
Die Akademiemorde von Martin Olczak
Ein Ring aus Blut von Declan Hughes
Nacht der Stachelschweine von Felicitas Mayall
Das Haus am Potomac von Mary Higgins Clark
Zeit der Vergeltung von Sidney Sheldon
In kalter Absicht von Anne Holt
Ein Mord für Kay Scarpetta von Patricia Cornwell
Ice Ship von Preston/Child
Null von Adam Fawer
So ruhet in Frieden von John Ajvide Lindqvist
Der Kommissar und das Schweigen von Hakan Nesser
Schwarzer Winter von Peter Millar
und Der erste Verdacht + Der zweite Mord von Helene Tursten

außerdem
Ein bitterkalter Nachmittag von Gerard Donovan
Das unerträgliche Weiß zu Weihnachten von Hakan Nesser
Erleuchtung von Anne Chaplet
Nur eine böse Tat von Elizabeth George
Ein Freund aus alten Tagen von Magnus Montelius
Attack von Preston/Child
Die Wächter von Marstrand von Ann Rosman
Verdorbenes Blut von Geoffrey Girard
Der letzte Tag der Unschuld von Edney Silvestre
und Final Cut, Seelenangst, Todeswächter von Veit Etzold (1-3 der Vidalis-Reihe)

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Autorenarbeit

Ich habe vor kurzem auf gmx (wo ich nach soetwas niemals suchen würde) zufällig ein kurzes Interview mit der Autorin Karin Slaughter gefunden, das ich euch (da ich selbst ja genug Thriller lese) hier auch zeigen möchte. Ich finde, es gibt einen gut Einblick in die Arbeit des Schriftstellers und was im Hintergrund alles zu beachten ist, was dem Leser eventuell gar nicht so auffällt beim fertigen Produkt.
Quelle: http://www.gmx.at/magazine/unterhaltung/stars/krimi-autorin-karin-slaughter-liebe-job-31208942


New York (dpa) - Die Krimis von Karin Slaughter gelten als besonders blutig, brutal, detailliert - und erfolgreich. Sie verkaufen sich weltweit millionenfach und wurden bereits in mehr als 30 Sprachen übersetzt.
 
In ihrem neuen Buch "Pretty Girls" erzählt die Schriftstellerin erstmals aus dem Blickwinkel der Opfer. Es geht um eine junge Frau, die dem Doppelleben ihres Mannes auf die Spur kommt. Slaughters Nachname, der auf Deutsch "Schlachten" bedeutet, sei kein Künstlername, betont die 44-Jährige aus dem US-Bundesstaat Georgia - aber er helfe sicher manchmal beim Marketing.

Frage: Woher bekommen Sie die Inspiration für Ihre Geschichten?
Antwort: Bei den meisten Büchern habe ich keine Ahnung, woher die Inspiration kommt. Grundsätzlich ist es ein "Was, wenn"-Moment. Was, wenn (mein Ermittler) Will Trent beauftragt wäre, in diesem Verbrechen zu ermitteln? Es inspiriert mich, Antworten auf diese "Was, wenn-Fragen" zu finden. Obwohl ich Zugang zu wahren Kriminalfällen habe, übernehme ich sie nie in Gänze für ein Buch. Ich rufe mir immer in Erinnerung, dass diese Verbrechen an realen Personen verübt wurden. Diese Tatsache muss ich respektieren, nicht ausbeuten. Also nehme ich Bruchstücke und Details von verschiedenen Fällen und mische sie zusammen. Es gibt nichts, was sich ein Autor ausdenken könnte, das nicht bereits im echten Leben passiert ist - normalerweise nur noch entsetzlicher.

Frage: Wie haben Sie für "Pretty Girls" recherchiert?
Antwort: Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich mit Agenten, Wissenschaftlern, Ärzten und Technikern vom Georgia Bureau of Investigation in Kontakt stehe. Sie haben mir bereitwillig die korrekten Abläufe erklärt, vermutlich, weil es etwas bitter für sie ist, dass man immer denkt, dass eine DNA jedes Verbrechen aufklären kann und am Tatort immer ein Beweis hinterlassen wird. Tatsächlich ist das nicht so. Ich war überrascht zu hören, dass Einbruch das Verbrechen ist, das am häufigsten über die DNA aufgeklärt wird. Weil Einbrecher so dumm sind, deine Milch im Haus zu trinken, deinen Lippenbalsam zu benutzen und so ihre DNA hinterlassen. Ich habe auch Kontakt zu einem Notarzt in Texas, der sehr viel über Medizin weiß, er ist ein wunderbarer Lehrer.

Frage: Wie sind Sie zur Krimi-Autorin geworden?
Antwort: Als ich klein war, sind in meiner Umgebung in Georgia viele Kriminalfälle und Kapitalverbrechen passiert. Das ging dann soweit, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr auf die Straße gelassen haben. Die Hintergründe von all dem haben mich schon immer fasziniert.

Frage: Wie können Sie nach einem Tag, an dem Sie von Morden und anderen Brutalitäten geschrieben haben, wieder abschalten?
Antwort: Für das Schreiben ziehe ich mich meistens in ein Haus im Norden Georgias zurück und schreibe dann ein ganzes Buch am Stück, jeden Tag, den ganzen Tag lang. Das ist das, was mir wirklich Spaß macht, das eigentliche Schreiben. Dann bin ich ganz tief drin, aber wenn ich eine Schreibsitzung beendet habe, ist es nicht besonders schwierig, wieder mein Jeden-Tag-Ich zu sein, das ein ganz normales Leben führt - einkaufen gehen, mit den Katzen spielen, lesen. Klar, die Geschichten bleiben trotzdem in meinem Kopf, aber ich kann es mit einem Chirurgen vergleichen: Er steckt mit den Händen tief im Inneren des Patienten, und danach geht er nach Hause und unterhält sich mit seiner Frau darüber, welche Stauden sie im Frühjahr pflanzen. Schreiben ist mein Job. Es ist ein Job, den ich liebe und den ich bis in alle Ewigkeit machen möchte, aber es ist und bleibt ein Job.

Frage: Warum sind die Menschen auf der ganzen Welt von Krimis und Thrillern so fasziniert?
Antwort: Ich glaube, dass es dafür zwei Gründe gibt. Zum einen sind Thrillerautoren sehr gut darin, Geschichten zu erzählen. Am Anfang muss etwas geschehen, und am Ende muss es eine vernünftige Auflösung geben. Das klingt nicht überraschend, aber wenn man viele Bücher liest, die keine Thriller sind, wird man verstehen, was ich meine. Der zweite Grund ist, dass ein Thriller häufig ein Teil einer Serie ist, und dadurch bekommen Leser das Gefühl, dass sie tief in die Leben der Protagonisten eintauchen. Frage: Viele Menschen denken, Ihr Nachname sei ein für eine Krimiautorin passendes Pseudonym - es ist aber Ihr richtiger Name, stimmt's?
Antwort: Ja, genau. Mir war auch irgendwie nie aufgefallen, dass es da irgendeine Verbindung geben könnte. Aber dann fuhr ich einmal in London U-Bahn und sah ein Werbeplakat, auf dem Slaughter in riesigen Buchstaben stand - und ganz klein daneben Karin. Da fiel mir auf, dass das für Marketingzwecke wohl gar nicht schlecht ist, allerdings ja auch nur im englischsprachigen Teil der Welt.

ZUR PERSON: Karin Slaughter wurde 1971 in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Georgia geboren. Mehrere Jahre lang gehörte ihr eine Werbeagentur, bevor 2001 ihr erster Krimi veröffentlicht wurde. Inzwischen werden ihre Bücher in mehr als 30 Sprachen übersetzt und verkaufen sich millionenfach.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Der Palast der Meere von Rebecca Gablé

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.lesejury.de gefunden habe.
Sterne: 3/5

Quelle: www.lesejury.de
Inhalt: London 1560: Als Spionin der Krone fällt Eleanor of Waringham im Konflikt zwischen der protestantischen Königin Elizabeth I. und der katholischen Schottin Mary Stewart eine gefährliche Aufgabe zu. Ihre Nähe zur Königin schafft Neider, und als Eleanor sich in den geheimnisvollen König der Diebe verliebt, macht sie sich angreifbar. Unterdessen schleicht sich ihr fünfzehnjähriger Bruder Isaac in Plymouth als blinder Passagier auf ein Schiff. Nach seiner Entdeckung wird er als Sklave an spanische Pflanzer auf der Insel Teneriffa verkauft. Erst nach zwei Jahren kommt Isaac wieder frei – unter der Bedingung, dass er in den Dienst des Freibeuters John Hawkins tritt. Zu spät merkt Isaac, dass Hawkins sich als Sklavenhändler betätigt – und dass sein Weg noch lange nicht zurück nach England führt ...

Meinung: Die Leseprobe endet damit, dass man wissen möchte, ob der Junge nun auf dem Schiff entdeckt wird oder nicht - er versucht sich als blinder Passagier. Leider verrät der Klappentext das schon. Nicht nur deshalb (historische Romane lese ich selten), aber auch durch diesen vorweggenommenen Teil der Spannung würde ich persönlich mir dieses Buch nicht kaufen. Es ist, soweit ich das beurteilen kann, aber für alle Freunde des gepflegten historischen Romans, die vielleicht noch England-Interessierte sind, ein sehr gutes Buch. Ein großes Plus ist meiner Meinung nach die (grundsätzlich unabdingbare) ausgezeichnete Recherche bezüglich der Verhhältnisse Englands damaliger Geschichte und höfischer Ereignisse sowie den handelnden Personen. Hier sind historische Fakten und die Fiktion des Buches sehr schön verwoben und durchaus schlüssig. Zumindest für mich, die gefährliches Halbwissen durch Filme wie "Die Schwester der Königin" und Wikipedia-Einträge erworben hat. Ob man sich im Lauf der Geschichte noch mehr mit der jugendlichen Hauptfigur identifizieren kann, bleibt abzuwarten.
Das Cover ist gleichzeitig schlicht und verspielt und passend für die Zeit, in der der Roman spielt. Das Schiff deutet schon an, dass solche eine große Rolle spielen werden.

Verlag: Bastei Lübbe
Hardcover
Kategorie: Historische Romane
Preis: 26,00 €  
957 Seiten
ISBN: 978-3-431-03926-9
Ersterscheinung: 10.09.2015

Montag, 14. Dezember 2015

Mordsjubiläum von Ellen Jacobi

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.lesejury.de gefunden habe.
Sterne: 3/5

Quelle: www.lesejury.de
Inhalt: Biblinghausen ist ein Bilderbuchdorf. Bis ein Landwirt in seiner Güllegrube ertrinkt und die Dorfklatschbase beim Sturz in ihre Ballebäuschenpfanne umkommt. Anders als die Polizei ist Veronika Dornbusch-Bommelbeck, Inhaberin des örtlichen Kramladens, überzeugt: Beides war Mord. Als Oberstaatsanwalt a. D. Lothar E. Schuknecht ins Dorf zieht, hofft sie, einen Verbündeten zu haben. Tai-Chi-Fan und Schöngeist Schuknecht ist jedoch wenig begeistert von der bergischen Miss Marple – bis zum nächsten Todesfall ...

Meinung: Wer bis zum Ende der (im Vergleich zu anderen) gefühlsmäßig lange Leseprobe durchhält, wird belohnt. Erst dann baut sich ein bisschen Spannung auf. Zu Beginn wird viel Platz dafür aufgewendet, eine der Hauptpersonen ausführlich zu beschreiben und das mehr innerlich und weniger äußerlich. Der Beginn mit den Zeitungsartikeln ist auch gut gelöst, gerade daher hätte ich erwartet, dass die Spannung gleich aufgenommen wird und man mitten ins Geschehen kommt. Dass die beiden Protagonisten gar so gegensätzlich sind, macht das spätere Zusammenarbeiten (soweit man aus dem Klappentext erahnen kann) sicher reizvoll und man wartet auf den Moment, an dem Veronika vollends zeigt, was sie auf dem Kasten hat.
Zwei Punkte, die ich nicht verstehe - vielleicht noch nicht? - sind der Titel und das Cover. Von einem Jubiläum wird in der Leseprobe nichts erwähnt (oder ich hab es nicht mitbekommen) und der Kirchturm und die Vögel..? Naja.

Verlag: Bastei Lübbe
Kategorie: Krimis
Preis: 8,99 € 
399 Seiten
ISBN: 978-3-404-17205-4
Ersterscheinung: 13.08.2015

Sonntag, 13. Dezember 2015

Immerstill von Roman Klementovic

Heute stelle ich eine Leseprobe vor, die ich auf www.weltbild.at gefunden habe. Wer ein Exemplar gewinnen will, kann noch bis 22. Dezember einen Kommentar auf https://www.weltbild.at/themenwelten/testlesen abgeben.

Quelle: www.weltbild.at
Inhalt: In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht endgültig Panik aus.

Meinung: In Kombination mit dem Klappentext wirft die Leseprobe viele Fragen auf, die das Buch sicher beantworten kann. Die Einleitung ist gut gewählt, man will wissen, wohin die Person fährt und denkt sich zuerst, dass ein Mann im Auto sitzt. Es ist aber eine Frau, Lisa, die ihren Vater besucht. Nicht aber aus Höflichkeit, sondern weil ihre jüngere Schwester verschwunden ist. Von einer zweiten Person, die fehlt, erfährt man in der Leseprobe noch nichts, wohl aber, dass vor Jahren schon einmal zwei junge Menschen nach einem Faschingsfest nicht mehr auftauchten. Der Schreibstil ist sehr griffig, durch den Personalstil im Präsens liest sich das erlebte sehr unmittelbar, man sitzt quasi mit Vater und Tochter am Tisch und grübelt, was denn passiert sein könnte...

Samstag, 12. Dezember 2015

Wer Wind sät von Nele Neuhaus

Heute gibt es wiedermal ein Buch aus dem Buchvorrat. Das sind nicht immer die neuesten, aber als Anregung zum Lesen dienen ja Rezensionen aller Art.


Quelle: www.vorablesen.de
Inhalt: Ein Nachtwächter stürzt zu Tode. Ein Grundstück im Taunus, das plötzlich zwei Millionen Euro wert ist, kostet einen alten Mann das Leben. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein ermitteln im Kreise von Verdächtigen, die alle vorgeblich für eine gute Sache kämpfen.
Doch jeder von ihnen hat sein eigenes Motiv - nichts ist, wie es scheint. Bis die Lügengebäude einstürzen. Rachsucht und Gier offenbar werden. Liebe in Hass umschlägt und Menschen büßen müssen.


Meinung: Die Geschichte ist sehr spannend, man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ein typisches Neuhaus-Buch also. Zu Beginn ist es ein bisschen verwirrend, da zwei Personen mit ähnlichem Namen vorkommen: Inka und Nika. Dass Nika eigentlich Annika heißt, erfährt man viel später und leider wird der Name auch nicht ausgeschrieben. Zudem wird sie auch Anna genannt. Wahrscheinlich sollen die anderen Personen nicht wissen, dass Nika sich früher Anna genannt hat.
Davon abgesehen, ist die Handlung spannend und auch verzwickt. Wem soll man noch glauben? Man weiß nach einiger Zeit nicht mehr, war „gut“ und wer „böse“ ist. Unter anderem wird ein früheres Opfer später von der Polizei gesucht und verdächtigt.
Das Buch greift ein immer noch aktuelles Thema auf: ein Windkraftwerk soll gebaut werden, es gibt Gegner, die auf den Plan treten, Bestechung und ein falsches Gutachten spielen auch eine Rolle. Der Fall dreht sich um die Zufahrt zum möglichen Kraftwerk. Wie immer gibt es einen Grundstückbesitzer, der nicht verkaufen will. Dieser Bauer wird ermordet aufgefunden. Doch war es jemand vom Kraftwerk oder eines der Kinder, die sich um das Erbe streiten?
Die Geschichte hat auch persönliche Auswirkungen auf die Ermittler: Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein arbeiten wieder zusammen, doch da Bodenstein aus der Gegend des Dorfes stammt und sein Vater den Toten findet, wird er beurlaubt und Pia muss den Fall alleine lösen.
Abgesehen von dem Mord an dem Bauern, wird in Rückblenden von zwei ungelösten Morden erzählt, die vor ungefähr einem halben Jahr passiert sind. Annika soll damals diese begangen haben und versteckt sich nun im Dorf. Das Buch erklärt aber nicht eindeutig, ob die alten Fälle im Zuge der aktuellen Ermittlung nun geklärt wurden oder nicht.
Die beschriebenen Orte sind gut vorstellbar, die handelnden Charaktere sind stimmig und gut verständlich in ihren Handlungen.
Das Cover passt sehr gut, der Rabe spielt in der Geschichte ebenfalls eine Rolle und wird sogar ein Mordopfer. Der Titel ist Teil einer Redewendung und gut gewählt, da das mögliche Windkraftwerk ja erst der Auslöser für die Geschehnisse ist.

Freitag, 11. Dezember 2015

Rocky Mountain Secrets von Virginia Fox

Hier folgt nun die ganze Rezension zu diesem E-Book, das ich hier schon erwähnt und bei www.vorablesen.de gewonnen habe. Weil im Post damals auch schon der Inhalt vorkommt, poste ich ihn hier nicht noch einmal dazu.

Quelle: www.vorablesen.de
Meinung: Lange Zeit (und natürlich auch bei der Leseprobe) hat es mich nicht gestört, dass ich die vorhergehenden 4 Bände nicht kannte. Dass Cole und Avery eine Art unverbindliche On-Off-Beziehung führen, wird ohnehin klar und es wird auch erwähnt (und aufgearbeitet), was vor zehn Jahren geschah. Auch die anderen Bewohner des kleinen Dorfes in der Rocky Mountains werden vorgestellt. Einzig gegen Ende, als immer wieder von einem großen Fehler einer zugezogenen ehemaligen Journalistin die Rede ist, fragt man sich, ob das wohl in einem früheren Band vorkam und um was es da genau ging.
Obwohl dieses Buch als „Frauen-/Liebesroman“ tituliert ist, las es sich für mich als Krimi-/Thrillerfan doch sehr gut und flüssig. Einzig zum Schluss kommt ein wenig sehr viel Gefühl auf, aber das ist wohl so bei einer Hochzeit. Für die Krimigeschichte selbst, die die kalifornische Mafia beleuchtet, ist das allerdings nicht mehr wichtig.
Nach und nach beim Lesen des Buches bekommt man immer mehr Details serviert und kann sich selbst den Fall zusammendenken und hat eine Vermutung, wer der Täter ist. Damit werden auch die meisten richtig liegen, es bleibt aber spannend, weil man doch genauere Hintergründe und das Motiv wissen möchte. Die erste Hälfte des Buches ist vom Spannungsbogen her gut aufgebaut. Als es dann eine Verhaftung (nicht die einzige) gibt, fällt die Spannung ein wenig ab. Der Teil, in dem dann die Vorbereitungen fürs große Finale laufen, ist ein wenig zu lang geworden.
Ein nettes Element bildet in diesem Roman Facebook. Die Szenen, in denen wieder einmal entdeckt wird, dass die Tratschtanten des Dorfes die neuen Entwicklungen des Falls (oder persönliche Details der Bewohner) auf ihre Facebookseite gestellt haben und Wetten zum Ausgang der Geschichte annehmen, bietet beim Lesen wiederholt eine lustige Abwechslung.
Zum Schluss noch zwei Punkte, die mir aufgefallen sind und teilweise gestört haben: Manche Sätze wie „…aber sie hatten vorher noch einen Fall zu lösen“ oder „Er atmete die Luft aus, die er zuvor unbemerkt angehalten hatte“ (nach dem Sinn zitiert) kommen zu oft vor, sie wiederholen sich immer wieder. Leider sind in diesem Buch auch verstreut Fehler zu finden, sowohl Rechtschreibfehler als auch Fallfehler und manchmal fehlenden oder falsche Buchstaben. Da ich sehr genau lese, haben mich auch Wortwiederholungen gestört, wenn das gleiche Wort nicht nur in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen vorkommt, sondern auch schon mal zweimal in einem Satz.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Wald der Toten von Robert C. Marley

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.vorablesen.de gefunden habe.
Sterne: 5/5

Quelle: www.vorablesen.de
Inhalt: „Komme später.“ Es ist die letzte SMS, die Chris von seiner Ex-Freundin empfängt. Doch in dieser Nacht wartet er vergeblich. Fran Lovey, eine junge Schwesternschülerin am Brighton General Hospital, kommt niemals zu Hause an. Detective Miriam Beckett wird auf den Fall angesetzt, der schnell eine unerwartete Wendung nimmt: Wenige Tage nach ihrem spurlosen Verschwinden meldet sich Fran plötzlich bei Chris: "Ich wollte euch nur Bescheid sagen, dass es mir gut geht. Bitte sag Mum und Dad und den anderen Bescheid." Dann legt sie auf. Ist die junge Frau einfach von zu Hause abgehauen? Beckett will das nicht glauben und wird auf fürchterliche Weise recht behalten: Denn Frans Anruf war nur der Auftakt zu einem perfiden Katz-und-Maus-Spiel, das der Täter mit der Polizei und Frans Familie treibt ...

Meinung: An der Leseprobe gibt es wenig auszusetzen: Die Spannung steigt gleich zu Beginn, als man als Leser Zeuge eines Verbrechens wird (so vermutet man, es wird nichts beschrieben), das wohl von einem Unbekannten verübt wird, der immer nur "er" genannt wird. Die junge Frau, Fran, mit der er unterwegs ist, verschwindet und die Polizei nimmt sich des Falles an. Alle unmittelbar Betroffenen kommen zu Wort: Die Mutter der Frau, ihr Freund Marcus und ihr Mitbewohner und Ex-Freund Chris. Eine weitere Rolle spielen eine merkwürdige SMS, die "er" vom Handy des Mädchens an Chris schickt und dessen schwierige Beziehung zu Marcus, weil er anscheinend noch an Fran hängt. Weiterlesen ist Pflicht (wenn es denn möglich wäre) und eine Frage drängt sich auf - ist Marcus vielleicht "er"?

Verlag: Bastei Entertainment
Kategorie: Thriller
E-book Format: ePub
Preis DE 3.99 €
Seiten: 230
ISBN: 9783732511785
Erscheinungsdatum: 17.12.2015

Das Buch wurde als ebook verlost und ich habe wieder einmal gewonnen! Ihr werdet also in absehbarer Zeit noch eine Rezension dazu lesen. 

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Volle Deckung, Mr. Bush: »Dude, Where's My Country?« von Michael Moore

Heute gibt es wiedermal ein Buch aus dem Buchvorrat. Das sind nicht immer die neuesten, aber als Anregung zum Lesen dienen ja Rezensionen aller Art. Es ist das "Nachfolger-Buch" von Stupid White Men, das ich hier schon vorgestellt habe.

Quelle: www.amazon.de
Inhalt: »George W. Bush noch weitere vier Jahre? Ich ertrage ihn keine vier Minuten länger!« Seit »Stupid White Men« ist klar: der schärfste Kritiker des Mannes im Weißen Haus heißt Michael Moore. Und deshalb meldet sich »Amerikas letzter Rebell« jetzt auch aktuell zum Wahlkampf mit einer politischen Breitseite gegen »den sogenannten Präsidenten und seine Kamarilla«. Und er läßt natürlich nichts aus, was Bush, Rumsfeld, Rice & Co. gerne vergessen würden: Die Rolle des Öls beim Kampf gegen die »Achse des Bösen« beispielsweise, oder die hinterhältige Frage, warum eigentlich nur die Reichen von der Steuerpolitik profitieren. In seiner unvergleichlichen Mischung aus Satire und bitterem Ernst nominiert Michael Moore Gegenkandidaten (wie Oprah Winfrey oder Wellesley Clarke), verrät, was Gott von G.W. Bush hält und sammelt »Mike's Miliz« zum Sturm auf das Weiße Haus. Michael Moore's neue Attacke auf George W. Bush und seine Gang ist beinhart, böse – und brillant: Uns reicht's, George!

Meinung: Gewohnt witzig, kritisch und auf den Punkt analysiert Michael Moore auch im Nachfolger von Stupid White Men die amerikansiche Führung, die Gesellschaft und den Lebensstil in Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dieses Buch kam (im Gegensatz zum bereits erwähnten) nach 9/11 heraus und behandelt daher auch den Umgang mit der "Bedrohung", die dadurch greifbar wurde, dem Irak-Krieg und Moore widmet sich auch der Frage, was denn zu tun sei, um zu verhindern, dass George W. Bush im Jahr 2004 wieder die Wahl gewinnt. Wie wir wissen, gelang das nicht und Bush blieb noch eine Periode bis 2009. Traurigerweise sind viele Teile des Buches gerade derzeit wieder sehr aktuell. Eine große Rolle spielt die Reaktion der USA auf 9/11 und die Aufarbeitung dessen sowie die Gründe für den damals als Reaktion begonnenen Krieg. Auch wenn die Protagonisten und die geografischen Verhältnisse andere sind, steht Frankreich derzeit leider vor einer ähnlichen Entscheidung. Wer "Dude, where's my country?" gelesen hat, wird allerdings davon überzeugt sein, dass was auch immer die Neiderlande, die EU, die NATO und andere planen, nicht annähernd so schlimm sein kann wie das was nach 2001 passiert ist.
Dieses Buch mag nicht so kritisch, bissig oder witzig sein wie sein Vorgänger, aber es behandelt großteils auch ernstere Themen. Vor diesem Hintergrund - ist es derzeit doch aktuell wie nie seit dem Erscheien 2003 - ist "Volle Deckung, Mr. Bush" für alle Satirefans und andere Leserattten zu empfehlen.

Eine Ergänzung: Um die volle Moore-Dröhnung abzuschließen, habe ich hier noch "Querschüsse - Downsize this", sein erstes Buch (vor Stupid White Men, auf Deutsch aber sogar nach "Volle Deckung" erschienen) liegen, diesmal auf englisch, also im Original. Aufgrund vieler Rezensionen und Gewinnbüchern wird es aber noch warten müssen.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Ich bin der Schmerz von Ethan Cross

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.lesejury.de gefunden habe.
Sterne: 2/5

Quelle: www.lesejury.de
Inhalt: Die Medien nennen ihn den „Anstifter“, und das Spiel, das er spielt, ist besonders perfide: Zuerst entführt er die Familie eines völlig unbescholtenen Mannes, bevor er diesem befiehlt, einen anderen unbescholtenen Mann zu töten. Weigert sich der Erpresste, werden seine Lieben zerstückelt. Nur die Shepherd Organization kann den Killer zur Strecke bringen. Auf der Jagd erhalten Marcus Williams und sein Team Hilfe von Marcus‘ Bruder, dem Serienkiller Francis Ackerman jr. Denn dieser weiß, wer hinter dem Anstifter steckt: sein Vater. Der, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist: dem absolut Bösen …

Meinung: Mit dieser Leseprobe konnte ich aus mehreren Gründen nichts anfangen. Der Erzählstil im Prolog hat mich schon stutzen lassen, ist wohl einfach nichts meins. Daran gewöhnt man sich später aber noch, denn es tauchen andere "Probleme" auf: Zu Beginn passiert ein Mord - oder doch nicht? Ob das Opfer überlebt oder nicht, kommt für mich nicht klar hervor. Auch die Motive sind ein wenig seltsam, für mich zu unrealistisch, zu sehr gezwungen. So als müsste es unbedingt ein sehr sehr blutiger Thriller sein, wobei einfach zu dick aufgetragen wird (Stichwort: Tötungsmaschine). Zu den Ermittlern: Sie werden "Sheperd Organnisation" genannt und zu Beginn wird schon angedeutet, wie der Mörder in Beziehung zum Ermittler steht, war auch ein wenig merkwürdig ist. Auch ist dieses Buch anscheinend das dritte dieser Reihe und es geht in allen Büchern um den selben Serienkiller, eine sehr merkwürdige Geschichte, auf jeden Fall ungewöhnlich. Drei Bücher um das selbe Szenario? Das ist doch schon sehr künstlich und unrealistisch.

Verlag: Bastei Lübbe
Kategorie: Thriller
Preis: 10,99
430 Seiten
ISBN: 978-3-404-17258-0
Ersterscheinung: 12.11.2015

Montag, 7. Dezember 2015

Bücherzuwachs #2

Da man auch als Vielleser nicht verhindern kann, dem einen oder anderen günstigen Buch zu erliegen, gibt es wieder ein Update meines Büchervorrats.
Kürzlich gekauft wurden:

Quelle: www.amazon.de
Blick in die Angst von Chevy Stevens

Inhalt: DU DENKST, DU KANNST ALLEN ANDEREN HELFEN. DOCH DU HAST VERGESSEN, WAS MIT DIR SELBST GESCHEHEN IST.
Als die Psychotherapeutin Nadine eine junge Patientin behandelt, die aus einer Sekte geflüchtet ist, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen: Sie hat als Kind selbst in der »Fluss des Lebens«-Community gelebt. Was ist damals Furchtbares passiert? Und was hat die Sekte mit ihrer eigenen Tochter vor? Zu spät erkennt Nadine, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt …







Quelle: www.amazon.de
Todesschuss von Karen Rose

Inhalt: Todesschüsse in Baltimore – ein Wahnsinniger versetzt die ganze Stadt in Angst und Schrecken. Seine eigentlichen Zielobjekte: Detective Stevie Mazzetti und ihre Tochter. Privatermittler Clay Maynard, der schon seit langem ein Auge auf die hübsche Polizistin geworfen hat, versucht, die beiden in Sicherheit zu bringen. Panisch und in Todesangst erlebt Stevie den Alptraum ihres Lebens ein zweites Mal. Denn vor acht Jahren wurden bereits ihr Mann und ihr Sohn auf offener Straße Opfer eines brutalen Schusswechsels.
Nur langsam gelingt es Stevie und dem smarten Ermittler, Licht in einen verwickelten Fall zu bringen, der beinahe ein Jahrzehnt in die Vergangenheit zurückreicht. Dabei beschleicht Stevie ein fürchterlicher Verdacht: Wurden ihr Mann und Sohn damals womöglich nicht zufällig Opfer eines Verbrechens?



Quelle: www.amazon.de
Keine Vergebung von Gregor Weber

Inhalt: Ein brutaler Polizistenmord und die dunklen Machenschaften des Verfassungsschutzes... Der fanatische Hass von Extremisten. Geheimdienste, die darauf mit nichts als unfassbarer Paranoia reagieren. Zwei Männer, die seit langem eine Rechnung offen haben und deren Gier auf Vergeltung alles mit sich reißt. Es sieht nur so aus, als wären wir sicher… Der neue Kriminalroman des langjährigen „Tatort“-Ermittlers Gregor Weber verspricht höchste Spannung und meisterhafte Einblicke in die Abgründe unserer Gesellschaft. Kurt Grewe und sein Kripo-Team unter Schock: Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle sind zwei Polizeibeamte kaltblütig erschossen worden. Ein elender Tod, im Regen irgendwo auf einer Landstraße. Die Ermittler haben so gut wie keine Anhaltspunkte: zwei tote Kollegen und ein anonymer Anruf, das ist alles. Dabei hat gerade der neue Dienststellenleiter, ein ehemaliger Staatsschützer, angefangen und macht Druck. Als es kurz darauf bei einem Überfall zu einer Schießerei kommt, schaltet sich das Bundesamt für Verfassungsschutz ein, Abteilung Rechtsextremismus. Und auf einmal wird die Stadt, in der sie alle leben, zum Schlachtfeld außer Kontrolle geratener Verschwörer. Sind Grewe und Svoboda die Einzigen, die noch in der Lage sind, Recht von Unrecht und Gut von Böse zu unterscheiden?

Eismädchen von Kate Rhodes

Hier folgt nun die ganze Rezension zu diesem Buch, das ich hier schon erwähnt und bei www.vorablesen.de gewonnen habe. Weil im Post damals auch schon der Inhalt vorkommt, poste ich ihn hier nicht noch einmal dazu. Die Wertung von der Leseprobe konnte das Buch im Gesamten leider nicht halten - 3/5 Sterne.

Quelle: www.vorablesen.de
Die Geschichte wird mit Schauplatzwechseln erzählt, was mir gut gefällt. Gut ist auch, dass die Wechsel nicht abwechselnd erfolgen, weil man dann bei Kapitelbeginn schon weiß, wo es spielen wird. Man erlebt, wie die einen (die Polizei) nicht dem näherkommen, was sie möchten (den Mörder und Entführer) und dafür ein entführtes Mädchen ihrem Kidnapper näherkommt und ihn zu verstehen beginnt, um zu überleben. Alles, auch das überraschende Ende, läuft unblutig und trotzdem spannend ab.
Der Spannungsaufbau ist gut gemacht. Man hofft bei jedem Schauplatzwechsel, dass das Mädchen weiterlebt und will wissen, wann die Polizei und die Psychologin Alice ihn entlarven. Dass sie dazu die Hilfe seines "Vorgängers" brauchen, ist perfide, weil es alles verzögert. So bleibt der Autorin genug Zeit, viele Personen auf der Bildfläche erscheinen zu lassen und diese auch gut zu beschreiben. Für Alice gibt viele verdächtige Kollegen, sowohl im Krankenhaus als auch bei der Polizei, mit denen sie sich auch intensiv auseinandersetzt. In ihrem Beruf nicht einmal so sehr, wie in ihrer Freizeit, wenn sie mit diesen Leuten in der Bar oder auf dem Zimmer etwas trinkt, Partys feiert oder im Bett landet. Alles ist soweit stimmig, doch leider drängt sich eine Sache zu sehr in den Vordergrund: Alice merkt, dass sie für Kommissar Don Burns Gefühle hegt, glaubt aber einem Gerücht, nach welchem dieser eine Beziehung mit seiner Kollegin hat. Daher macht sie sich das ganze Buch über Gedanken um ihn und diese Kollegin und interpretiert in verschiedene Szenen zu viel hinein. Sie agiert grundsätzlich wie jede normale Frau, aber ein bisschen weniger Buchstaben dafür aufzuwenden, hätte auch genügt.
Deswegen und wegen ein paar anderen offenen Dingen, würde ich diesem Buch vier Sterne geben, es ist ein solider Krimi.
Leider haben sich zu Beginn und gegen Ende viele Fehler eingeschlichen, alles ist dabei: Tippfehler, falsche Buchstaben, fehlende Buchstaben, Fallfehler, Rechtschreibfehler, Grammatikfehler. Dafür kann die Autorin, die ja in englischer Sprache schreibt, nichts. Das kann man nur den Übersetzern beziehungsweise den wohl fehlenden Lektoren anlasten. Es gibt eben Fehler, die eine automatisierte Software nicht erkennt. Ein Beispiel: "Krähennest" statt "Krähenhorst", wie die beliebte Bar heißt. Schade drum, das drückt die Wertung auf 3 Sterne.
Das Cover finde ich sehr passend, die Farben gefallen mir auch sehr. Die eher abstrakte Gestaltung ist gut gewählt und passt zur schwierigen Entwicklung des Falls.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Toter geht's nicht von Dietrich Faber

Heute gibt es wiedermal ein Buch aus dem Buchvorrat. Das sind nicht immer die neuesten, aber als Anregung zum Lesen dienen ja Rezensionen aller Art.

Quelle: www.vorablesen.de
Inhalt: Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod.
Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern.
Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Strafdienste in der Kindertagesstätte «Schlumpfloch».
Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager «Lass uns fummeln, Pummel» zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zum depressiven Sohn des Toten, zu schrecklichen Comedy-Galas, jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna und am Ende zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale.

Meinung: Am Schreibstil ist klar zu erkennen, dass der Autor Kabarettist ist. Der Humor ist packend und auch nicht aufgesetzt. Zu Beginn ist die Geschichte noch ein bisschen langatmig. Außerdem ist der Hauptkommissar (und Familie) sehr unsympathisch. Dann kommt aber der Humor durch und es kommt Schwung in die Sache. Dass es eine Krimigeschichte sein soll, ist hier für mich nebensächlich, was aber gar nichts macht. Bei dieser Art Buch freut man sich ohnehin auch über stimmungsvollen Lokalkolorit. Der Krimi wird dann trotzdem (oder zudem) noch spannend und die Charaktere werden greifbarer, besser ausgeführt und somit wird auch alles zusammen an diesem Buch stimmig.
Nach einiger Zeit hat man zwar eine Vermutung, wer denn der Täter sein könnte, das Motiv ist aber schwerer zu erraten, da lag ich daneben.
Eine spezielle Rolle spielt der Hauptermittler nicht nur aufgrund seines Jobs: Seine Frau ist in die Geschichte verstrickt und daher ist nicht einmal der Kommissar vor Korruption gefeit. Moralisch fragwürdig, menschlich verständlich.
Allgemein liest man dieses Buch sehr flüssig, der gute Humor hilft dabei und lässt den Leser ab und an laut auflachen. Die Geschichte spielt in Hessen, weshalb auch die ortstypische Sprache auch zur Geltung kommt. Die Ortsbezeichnungen und –beschreibungen existieren wirklich soweit man das als Nicht-Hesse im Internet recherchieren kann. Das Internet hat mir auch gezeigt, dass es den in der Geschichte erwähnten Musik-Star wirklich gibt! Auch sonst klingt die Geschichte plausibel, so wie die Menschen beschrieben sind, passt sie gut dorthin, wo Dietrich Faber sie hingesetzt hat.
Ein spezieller Punkt ist bei diesem tollen Buch das Cover, leider in negativer Hinsicht. Für mich hat das Bild keinen Bezug zur Geschichte. Von einem Fuchs ist nie die Rede, auch kein blutiger Mord im Inneren eines Hauses. Ich glaube, dieses Cover könnte viele potentielle Käufer abschrecken. Man muss schon den Klappentext lesen, um zu erkennen, dass es ein Regionalkrimi ist. Auch, dass der Autor Kabarettist ist, hat mich angesprochen. Meine Hoffnung auf eine spaßige Geschichte wurde nicht enttäuscht!
„Toter geht’s nicht“ ist der Beginn einer Serie um den Kommissar, die Geschichte macht Lust auf den zweiten Roman (Leseprobe im Anschluss).

Rocky Mountain Secrets von Virginia Fox

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.vorablesen.de gefunden habe.
Sterne: 3/5

Quelle: www.vorablesen.de
Inhalt: Weit weg von Independence, im sonnigen Kalifornien, arbeitet Avery Wilkinson als Undercover-Agentin und Profilerin für das Drogendezernat. Das Auftauchen eines skrupellosen Serienmörders verhilft ihr unverhofft zu einem spannenden Auftrag: Sie soll für das FBI ein Täterprofil erstellen. Wenn da nur nicht ihr neuer Arbeitskollege wäre: Cole Carter. Ihre ehemalige Jugendliebe, die sie nie so richtig vergessen konnte.
Cole Carter, Special Agent des FBI, verliebte sich vor über zehn Jahren Hals über Kopf in seine beste Freundin Avery Wilkinson. Doch er verbockte die Sache. Diesen Fehler würde er kein zweites Mal begehen. Davon muss er Avery aber erst einmal überzeugen. Das braucht Zeit. Zeit, die er nicht hat.
Völlig unerwartet gerät Avery ins Visier des Killers. Eine wilde Verfolgungsjagd von den Stränden San Diegos bis in die Berge von Independence nimmt ihren Lauf. Die Ereignisse überschlagen sich und plötzlich bleibt keine Gelegenheit mehr, lange zu überlegen, ob sie sich auf einander verlassen können oder nicht.
Rocky Mountain Secrets ist der fünfte Band der humorvollen Rocky Mountain Serie der Erfolgsautorin Virginia Fox.

Meinung: Die Leseprobe umfasst die ersten drei Kapitel und enthält alles, was für den Leser nötig ist und das Buch interessant macht: Eine kurze Einführung in die Arbeit der beiden Protagonisten, eine ebenso andeutungsweise Einführung in das (gemeinsame) Privatleben der beiden und den Startschuss zu einem neuen, ebenfalls gemeinsamen, Fall - einer Mordserie. Da macht es auch nichts, vorhergehende Bücher mit Avery und Cole nicht gelesen zu haben. Die "wichtigsten" bisherigen Ereignisse sind schnell zusammengefasst.
Pluspunkt: Mir gefällt, dass die als "Liebesroman" angekündigte Geschichte hier zu Beginn den Fokus auf die Arbeit des FBI und der DEA legt und sich als hoffentlich guter Krimi entpuppt. Wenn das so bleibt, könnte mir als Krimi-/Thriller-Fan dieser Roman durchaus gefallen.
Minuspunkt: Leider finden sich in der Leseprobe ein paar Fehler, die ins Auge springen. Nicht viele, aber von allem etwas: Grammatik-, Rechtschreib- und Sinnfehler (Boston liegt nicht an der Westküste der USA). Wenn diese im Buch nicht mehr vorkommen, steht vergnüglichem Lesen nichts mehr im Wege.

Verlag: Dragonbooks
E-book Format: ePub
Preis DE 5.99 €
Seiten: 366
ISBN: ASIN: B015NHSY1G
Erscheinungsdatum: 17.12.2015


Das Buch wurde als ebook verlost und ich habe es gewonnen! Ihr werdet also in absehbarer Zeit noch eine Rezension dazu lesen.